Wir haben da noch ein paar Informationen.

Der Computer beschert uns unglaubliche Möglichkeiten. Und unglaubliche Probleme. Um den Zusammenhang zwischen Druckdaten und Druckergebnis ein wenig zu verdeutlichen, haben wir hier mal ein paar Erläuterungen zu den unterschiedlichen Aspekten des Drucks zusammengestellt.

Beschnittzugabe: Reichen gestalterische Elemente bis an den Papierrand, müssen sie in den Druckdaten mit Beschnittzugabe, d.h. ca. 3 mm über den Rand hinaus angelegt werden. So vermeidet man, dass weiße Ränder entstehen, wenn sich einzelne Blätter im Stapel beim finalen Beschnitt minimal verschieben. Umgekehrt sollten Texte und Bilder, die nicht bis an den Rand gehen, mindestens 3 mm von diesem entfernt stehen, um nicht versehentlich mit abgeschnitten zu werden.

Bildqualität: Für ein sauberes Druckergebnis, müssen Bilder über eine ausreichend hohe Auflösung verfügen. Achten Sie bereits bei der Aufnahme oder beim Scannen auf eine Auflösung von mindestens 300 dpi für Farbbilder und 1200 dpi für Texte oder Schwarzweißbilder. Soll ein Bild vergrößert werden, ist dieses beim Scannen zu berücksichtigen. Werden Bilddaten um den Faktor 3 vergrößert, muss mit mindestens 900 dpi gescannt werden.

Binden und Heften: Das Binden von Seiten zu einer Broschüre, einem Katalog o.ä. kann mit verschiedenen Techniken erfolgen. Bei der Klebebindung werden die Seiten mit einem Kunststoffkleber miteinander verbunden. Die Wire-O-Bindung heftet einzelne Blätter mit einer Kunststoff- oder Metallspirale, die durch Stanzlöcher geführt wird, zusammen. Bei der Rückendrahtheftung werden die Seiten mit einer Metallklammer verbunden. Und die hochwertige Fadenheftung hält die Seiten mit einem stabilen Faden, der durch den Falz der Seiten geführt wird, zusammen.

Colormanagement: Der Umgang mir Farbe ist sehr komplex. Jedes Ausgabegerät (Drucker, Scanner, Monitor, Druckmaschine) gibt Farbe anders wieder. Dazu kommt eine Vielzahl von Farbräumen und -profilen (z.B. RGB, CMYK), die aus dem Thema Farbe eine Wissenschaft für sich machen. Wie man Farben sicher anlegt, können Sie unter www.cleverprinting.de nachlesen. Für die finale Farbabstimmung vor Druckbeginn liefern wir Ihnen einen sogenannten Digital-Proof, der das Druckergebnis farbverbindlich simuliert. So können wir vor der Großproduktion noch Feinabstimmungen vornehmen.

Falzen und Rillen: Falzen bezeichnet das maschinelle oder auch handwerkliche Falten von Drucksachen. Hierbei wird zuerst die Knickkante in das Papier gedrückt – es wird gerillt. Anschließend wird das Papier entlang dieser Knickkante umgeschlagen. So werden Brüche im Papier und in der Farbe vermieden.

Papierformate: Alle Informationen zu unseren Papierformaten finden Sie hier.

Papiergewicht je Format: Alle Informationen finden Sie hier.

PDF-Erstellung: Ein PDF (Portable Document Format) ist ein Dateiformat, das alle Layoutelemente wie Bilder und Schriften fest in den Datensatz einbindet. Daher wird es von Druckereien als Druckdatenformat bevorzugt verwendet. Wollen Sie Ihre Druckdaten als PDF anlegen, beachten Sie bitte Folgendes:

  1. Keine RGB-Farben anlegen; die angelegten Farben sollten dem Farbraum des Druckverfahrens (ISO Coated, ISO Coated v2) nahe kommen.
  2. Schriften müssen vollständig eingebettet sein.
  3. Bilder müssen in ausreichender Auflösung eingebettet sein.
  4. Denken Sie an Beschnittzugabe und Beschnitt- und Passermarken, letztere mit ausreichendem Abstand(3 mm) zum Endformat.
  5. Mehr Infos unter www.cleverprinting.de.

Schriften: In der Computerwelt kursieren nahezu unendlich viele Schriften, jede in zahlreichen Versionen. Problematisch für den Druck wird es, wenn die von Ihnen verwendete Schrift für uns nicht verfügbar ist. Darum benötigen wir mit den Druckdaten alle im Layout verwendeten Schriften, um ein exaktes Ergebnis zu erzielen.

Gute Layout-Programme bieten beim Speichern des Dokuments an, alle verwendeten Schriften, Bilder usw. mit auf dem Datenträger abzulegen. Bei anderen Programmen gibt es einen Menüpunkt „Für Servicebüro vorbereiten“ oder „Für Druckerei zusammenstellen“. Dann werden i.d.R. alle zusätzlichen Komponenten in einem Ordner hinterlegt, den wir für den Druck benötigen. Werden Schriften in Kurven oder Pfade umgewandelt, gibt es keine Probleme beim Druck. Der Nachteil: Fehler, die uns in den Druckdaten auffallen, können nicht von uns behoben werden, sondern Sie müssen einen neuen Datenträger mit der korrigierten Version erstellen.

Sonderfarben: Sonderfarben sind fest definierte Farben, die nicht während des Druckvorgangs erzeugt werden, sondern bereits als Endfarbton in die Maschine kommen. Da eine Sonderfarbe in jedem Druck exakt gleich ist, eignet sie sich für Farben, die sich im Vierfarbdruck nicht erzeugen lassen, für definierte Farben, die im Corporate Design eines Unternehmens festgelegt sind oder auch für ein kostengünstigeren Druck z.B. von Briefbögen, die neben Schwarz nur noch eine weitere Farbe enthalten sollen. In Deutschland sind zwei Sonderfarbsysteme gebräuchlich: HKS und Pantone. Letzteres ist weltweit standardisiert und liefert so immer exakt dasselbe Ergebnis. Sonderfarben sind meistens nur über professionelle Layout-Programme anzulegen.

Vierfarbdruck: Normalerweise werden während des Druckvorgangs die gewünschten Farben aus den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black (CMYK) komponiert. Je nach Druckjob wird das Druckbild also in seine vier Grundfarben, Sonderfarben oder Grundfarben und Sonderfarben zerlegt. Für jede Farbe wird eine Druckplatte erstellt, die dann in das entsprechende Farbwerk der Druckmaschine gespannt wird. Je nach Maschinentyp sind hier mehrere Druckwerke hintereinander geschaltet und bringen die entsprechenden Farben einzeln auf den Druckbogen.